8. März - Ordination von Pfarrerin z.A. Johanna Rosin in der Emmauskirche

Ordination von Pfr.in z.A. Johanna Rosin (Bildmitte) am 08.03.2026 in der Emmauskirche in Feldkirchen-Westerham mit ihren Assistenten (v.li.): Christian Kauhaus (Mentor), Lea Buchinger  (Teamerin), Lilli Kirchhoff (ehem. Konfirmandin), Johanna Rosin  (Pfarrerin), Maximilian Rosin (Ehemann), Steffi Wist (Pfarrerin)
Bildrechte Jan Oesterle

Seit nahezu zwei Jahren war die 2. Pfarrerstelle in unserer Kirchengemeinde verwaist, nachdem Pfarrer Samuel Fischer 2024 nach neun Jahren die Emmauskirche verließ. Nun konnte die Kirchengemeinde mit großer Freude und vielen Ehrengästen die Ordination von Pfarrerin z.A. Johanna Rosin durch Regionalbischof Thomas Prieto Peral vom Kirchenkreis Schwaben-Altbayern und Dekanin Dagmar Häfner-Becker in der Emmauskirche in Feldkirchen-Westerham feiern. 

Johanna Rosin ist 28 Jahre alt, verheiratet und kommt aus Sachsen-Anhalt. Nach sieben Jahren Theologiestudium und zweijährigem Vikariat in der Christuskirche in München trat sie zum 1. März 2026 die 2. Pfarrstelle in Bruckmühl/Feldkirchen-Westerham an.

Nach dem feierlichen Einzug mit Orgel und Bläserensemble eröffnete Pfarrer Andreas Strauß den Festgottesdienst und begrüßte die zahlreich Anwesenden. Dekanin Häfner-Becker sprach die Tauferinnerung mit Glaubensbekenntnis und ein Gebet. „Dass wir hier zusammen sind, verdanken wir unserer Taufe“ – damit rief Dekanin Häfner-Becker allen Anwesenden die eigene Taufe in Erinnerung. Nach dem Lied „Oceans“ der OASE-Band der Emmauskirche erfolgte die Ordinationsansprache durch Regionalbischof Peral. Er stellte den Mut heraus, sich in freier Entscheidung Gott zuzuwenden in Anlehnung an Kapitel 12,1 im Brief des Apostels Paulus an die Römer und meinte: „Sie haben etwas verstanden davon, sich zu entscheiden!“, was bemerkenswert sei im Hinblick darauf, dass Johanna Rosin durch die politischen Verhältnisse in einem völlig unchristlichen Umfeld aufgewachsen ist und sie sich erst als Erwachsene habe taufen lassen können. Im Alter von 18 Jahren habe sie sich ihre erste Bibel gekauft und sich für das Studium der Theologie entschieden. „Die Menschen hier freuen sich auf Sie“, meinte er und wünschte ihr Gottes reichen Segen.

Johanna Rosin stellte nun die Personen vor, die sie auf ihrem Weg begleitet haben: Ihren Ehemann Maximilian, mit dem sie seit 5 Jahren verheiratet ist; Christian Kauhaus, Lilli Kirchhoff, Lea Buchinger und Steffi Wist, die sie auf unterschiedlichste Weise all die Jahre hindurch bestärkt und unterstützt haben. Nach den Lesungen durch die Assistenten erfolgte die Berufung mit Ordinationsgebet, Segnung und Sendung durch Bischof Prieto Peral, musikalisch begleitet von der OASE-Band und dem Kirchenchor. Das Abendmahl für alle Anwesenden wurde nach der Einsetzung durch Johanna Rosin bei strahlendem Sonnenschein im großen Innenhof der Emmauskirche gereicht, ein Novum, das der großen Anzahl der Teilnehmenden geschuldet war. Nach dem Schlusssegen in der Kirche, dem von Bläsern und Orgel feierlich begleiteten Auszug und einer kleinen Pause leitete Pfarrer Strauß über zu den Grußworten der Ehrengäste. Bürgermeister Zistl (Feldkirchen-Westerham) stellte besonders die ökumenische Gastfreundschaft heraus und erinnerte an die zahlreichen gemeinsamen Aktionen der beiden Kirchen vor Ort. Bürgermeister Richter (Bruckmühl) betonte ebenfalls die gute ökumenische Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg; da das Ehepaar Rosin in einem Ortsteil von Bruckmühl wohnen wird, begrüßte er sie und ihren Mann zudem als neue Bruckmühler Bürger. Pastoralreferentin Monika Langer (Pfarrverband Feldkirchen-Höhenrain-Laus) überbrachte im Namen des Leitungsteams ein herzliches Willkommen und die besten Wünsche für eine gute Zusammenarbeit. Pastoralreferent Christof Langer (Pfarrverband Bruckmühl), der die Wünsche von Pfarrer Augustin Butacu überbrachte, erinnerte eindringlich an die fortschreitenden Veränderungen in Gesellschaft und Kirche, die ein Umdenken und Neuorientieren hin zu einem geschwisterlichen Miteinander notwendig machten. Andreas Stein (evang.-freikirchliche Gemeinde) erinnerte daran, dass nicht nur ein Einzelner, sondern die ganze Gemeinde berufen sei, den christlichen Glauben weiterzutragen. Auch er wünschte Johanna Rosin alles Gute. Wolfgang Hintermeier (Vertrauensmann der evang. Nachbargemeinden Mangfall & Moor) wünschte guten Start und Gottes Segen. Christel Obermüller (Vertrauensfrau unseres Kirchenvorstandes) sagte, die Gemeinde freue sich sehr darüber, dass Johanna Rosin sich gerade für diese Gemeinde entschieden habe und nähme sie mit offenen Armen auf.

Pfarrer Strauß bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr tatkräftiges Mitwirken bei den Vorbereitungen der Feierlichkeit, besonders bei Mesnerin Regina Priller, den Musikerinnen und Musikern von Chor und Orchester, dem Kirchenvorstand und den stillen Ehrenamtlichen im Hintergrund. Viele von ihnen hatten zu einem überwältigenden Häppchen-Buffet beigetragen, das im Innenhof der Emmauskirche angerichtet war, zu dem er zum Abschluss der kirchlichen Feier herzlich einlud.

Text: GK, Bild: JOE